Alicante (März 2025)

Um den Winter etwas zu verkürzen verbringen wir den ganzen März in Alicante. Die gemietete Wohnung ist ganz in der Nähe wo Helga und Manuel wohnen…

Entlang der teils schön angelegten Küstenpromenade Richtung Stadt-Zentrum

Tag 1: Zwischenhalt in Narbonne

12 1/2 Stunden Zugfahrt nach Barcelona mit Umsteigen in Genf und Lyon. Ab Lyon dauert es noch 5 Stunden. Zwischendurch besuchen wir den Barwagen. Nach Narbonne führt der Zug durch ein Naturschutzgebiet mit vielen Lagunen, dem „Parc naturel régional de la Narbonnaise en Méditerranées“. Wir sehen Flamingos und viele andere Vögel.

Tag 2: Einfahrt des Renfe AVE Hochgeschwindigkeit-Zuges

Die Fahrt von Barcelona nach Alicante dauert ca. 5 1/2 Stunden. Nur kurze Zeit fahren wir mit 250 km/h. Auf den gut ausgebauten Strecken erreicht der AVE bis zu 330 km/h.

Tag 3: Via Verde de la Cantera

Alte Tramlinie die ca. 2018 stillgelegt wurde. Für längere Zeit Unterschlupf von Pennern und Drogensüchtigen. Vor kurzem als Fussgänger und Fahrradweg eröffnet. Wir gehen die 5.9 km zu Fuss zum Tourist Office bei der Porta del Mar. Dann besorgen wir uns je einen Bus-Tram-Pass mit je 20 Fahrten für nur 21 Euro. Später erfahren wir von Helga, dass es sich um eine erneut verlängerte Aktion handelt (50%). Besuch des Mercado Central, Lunch auf dem Platz draussen und später Rückfahrt mit Bus 22.

Tag 4: Flanieren im Regen…

Das schlechte Wetter hindert uns nicht ins Zentrum zu gehen. In einer kleinen Imbiss-Bude essen wir feine Empanadas. Helge hat uns per WhatsApp mitgeteilt, dass sie am Nachmittag Zeit hat. So gehen wir um 4 Uhr zu ihr zu Kaffee und Kuchen.  Sie ruft noch Manu an, der auf Fuerteventura mit Kollegen am Radfahren ist. Tapas vis à vis von uns zum Znacht.

Tag 5: Ruta de murales de Arte Urbano de San Antón

Im San Antón Quartier besichtigen wir zahlreiche „Murales“ und trinken einen Espresso in einer sehr einfachen Bar. Später nochmals einen mit frisch gepresstem Orangensaft bei einer anderen Bar draussen. Weiter zum Castillo de San Fernando mit Ausblick auf Alicante und Umgebung. An der Avenida Doctor Gadea essen wir in einem irdischen Restaurant,  wo es bereits ab 12:00 warme Küche gibt, fein und vegetarisch. Dem Touristen-Hafen entlang spazieren, Rückfahrt per Tram und Einkaufen im Mercadona.

Tag 6: „Seagrass Wrack“ – Posedonia

Wir laufen zum Farola del Cap de l’Horta und dann dem Senda del Cabo de las Huertas entlang zum Playa de San Juan und geniessen das sonnige Wetter. Bei einer Hinweistafel lernen wir einiges über die Wichtigkeit von Seegras-Ablagerungen. Gegen Abend kommen Helga und Manu zum Apéro. Helga sagte, das Wetter sei noch nicht so schön wie sonst. Wir waren jedoch sehr zufrieden. Danach gehen wir bei der Tramstation Sergio Cardell essen.

Tag 7: Basilica Santa Maria, MACA und San Roque

Mit Audioguide durch die Basilika. Zwei Musiker bereiten sich auf eine Hochzeit vor. Im MACA besichtigen wir unter anderem eine eindrückliche Ausstellung von Kara Walker. Auf der Plaza Quijano, im Santa Cruz Quartier, essen wir draussen Tapas. Wir schlendern kreuz und quer durch die Altstadt zur Plaza Gabriel Miró. Dort befinden sich imposante „Ficus macrophylla“ (Grossblättrige Feige – ein Maulbeerengewächse – aus dem Nordosten Australiens stammend). Typisch sind die Brettwurzeln die der Stamm bildet sowie die von den Ästen ausgehenden Luftwurzeln. Die nahe gelegene „Explanada de España“ eignet sich sehr gut um Leute zu beobachten oder zu fotografieren. Im Hintergrund ist das Kreuzfahrtschiff zu sehen, welches ich heute Morgen von der Wohnung aus ankommen sah.

Tag 8: Besichtigung der Überbauung

Manuel zeigt uns die tolle Überbauung wo sie wohnen. Grosszügiges Swimmingpool aussen und ein 25 m Indoorbecken mit Fitnessraum nebenan. Kinderspielplatz und Paddel-Plätze. Danach gehen wir thailändisch essen und am Meer noch etwas trinken.

Tag 9: Churros

Waschen, Boden wischen. Espresso und Orangensaft vis à vis. Später Churros essen und einkaufen.  Dann laufen wir zum Mirador del Mújol und runter zum Cala Cantalar und dem schönen Paseo de las Océanidas entlang.

 

Tag 10: Fein essen am Hafen…

Wir haben für Freitag auf Samstag eine Übernachtung in Madrid gebucht.  Am Bahnhof wollten wir ein paar Informationen einholen.  Der Beamte konnte zu wenig Englisch. Also lösten wir nochmals ein Ticket für den Billet-Kauf nicht am selben Tag. Während über 2 Stunden warten versuchte ich mehrmals die Billete über die App zu kaufen.  Jedesmal kam nach dem Ok der Bank,zurück in der App, ein Error. Danach spazierten wir zum Hafen, wo wir einen feinen grillierten Steinbutt essen und eine sehr gute Crèmeschnitte teilen.

Tag 11: Guadalest

Manu und Helga fahren mit uns nach Guadalest. Wir besichtigen das Kastell bei starkem frischem Wind. Zum Mittagessen draussen wird es milder. Anschliessend besuchen wir das originelle Museum wo ca 20000 Salz- und Pfefferstreuer aus der ganzen Welt ausgestellt sind. Das war ein gemütlicher Ausflug.

 

Tag 12: Mercadillo de Carolinas

Zuerst werfen wir vom Kaffee aus einen Blick auf den zunehmend gut besuchten Markt. An ein-zwei Ständen und in der Markthalle kaufen wir für den Znacht ein. Auf dem Weg zum Zentrum beginnt es zu regnen. So besuchen wir das Kulturzentrum Les Cigarreres und danach das Archäologische Museum MARQ. In der Museums-Bar essen wir Tapas. Später kehren wir im oberen Teil des Quartier’s Santa Cruz nochmals ein. Es beginnt ein heftiger Regen,  sodass die meisten Gäste ins Innere flüchten. Später zu Hause scheint die Sonne für eine Weile und ich kann kurzärmlig auf dem Balkon sitzen.

Tag 13: Madrid

Auf der Plaza Mayor und vor allem beim Königspalst tummeln sich trotz giftiger Biese viele Touristen. Nach feinem Lunch im sympathischen Café del Nuncio besichtigen wir die Kathedrale und laufen dem Palast entlang bis zur Plaza de Espagña. Im VEGA lassen wir den Tag bei sehr gutem Essen ausklingen.

Tag 14: Madrid 2. Tag

Wiederum sehr kalt, aber weniger Bise. Vom sehr zentral gelegenen Hotel Il Castillo aus spazieren wir zur Oper. Dann durch das Quartier La Latina Richtung Lavapiés. Wir kommen an mindestens zwei Markthallen vorbei und an vielen Antiquitäten Läden. In der Nähe der Plaza Lavapiès trinken wir den obligaten Espresso mit frisch gepresstem Orangensaft. Kreuz und quer geht’s durchs Quartier und im Museo Nacional de Arte Reina Sophia wärmen wir uns auf. Dem botanischen Garten entlang (Cuesta de Moyana), wo sich unzählige Buchstände befinden. Über den Parque del buen Retiro gelangen wir zur Plaza Independencia mit der Puera de Alcalá. Pizza in der Pizzeria Vesuvio in der Nähe des Hotels. Tasche im Hotel abholen, warten in der Lobby und mit der Metro-Linie 1 zurück zum Bahnhof.

 

Tag 15: Altea und Villajoyosa

Den schönen Tag mit Helga und Manuel lassen wir bei einem Halt in Villajoyosa ausklingen. Bei Sonnenschein besuchen wir zuerst das hübsche in der Höhe gelegene Städtchen Altea. Wo wir bei angenehmer Temperatur draussen Tapas essen. Dann fahren wir runter ans Meer und laufen der schönen Strandpromenade entlang.

Tag 16: Haushalt, Regen…

Wäsche und Boden wischen. Im nahe gelegenen Blueloop essen wir Lachs Toast mit Avocade und teilen danach noch eine Portion French Toast. Seit wir im Kaffee sind regnet es ununterbrochen. Im Supercore einkaufen und zurück ins warme Wohnzimmer.

Tag 17: Alicante hat einige sehr breite Alleen…

An diesem kühlen Regentag laufen wir der Avenida Historiador Vicente Ramos entlang.  Eine grosse Allee mit Tram und Park ähnlicher Fussgängerzone in der Mitte.  Unterhalb der Überbauung von Helge und Manu gelegen. Mit zahlreichen Geschäften. Kafi und Saft drinnen in einem betriebigen Kaffee. Die schmälere Verlängerung – die Avenida de Holanda führt direkt zum Strand, welchem wir entlang spazieren. In der „La Boutique. Churros & Café essen wir Churros und trinken Tee. Dann gehts mit Tram 4 von der Avenida Naciones aus bis Sanguete von wo aus wir zum Hafen laufen. Im Tourist Office können sie uns leider nicht über Wanderungen im näheren Inland beraten lassen. Im Restaurant Casablanca an der Plaza Quijano essen wir,  zu spanischer Essenszeit (14:00), eine feine grillierte Dorado mit Bratkartoffeln. Eine WhatsApp von Helga ploppt auf, ob wir Lust hätten zu einem „frühen“ (spanisch) Znacht auf 19:00 vorbei zu kommen.  Manu kocht uns feines Ofengemüse mit Lachs. Ein schöner Abend. Wie schon auf dem Hinweg regnet es auch auf dem Heimweg.

Tag 18: Sonniger Feiertag

Wir und viele andere spazieren der Küste entlang. Nach Tapas-Genuss setzen wir uns auf eine Bank im Schatten oberhalb des Albufereta Strands. An der nahe gelegenen Station „La Isleta“ besteigen wir den 4-er. Zu Hause gibt’s Cider und Chips auf dem Balkon.

Tag 19: Pau, ein neues Quartier in Alicante

Helga und Manuel fahren uns in dieses neue Quartier mit den breiten, richtungsgetrennten Strassen und Park ähnlicher Fussgängerzone in der Mitte. Dort essen wir etwas und laufen zum Strand,  zwischen Playa San Juan und El Campello. Im Restaurant von Freunden von ihnen, ein Paar aus Argentinien,  trinken wir noch etwas.

 

Tag 20: Man entdeckt immer wieder Neues in dieser Millionenstadt

Im Mercat de las Carolinas kaufen wir Nüsse und kleine gedörrte Feigen für die Heimfahrt ein. Dann laufen wir zum Landschaftsschutzgebiet Serra Grossa und weiter zum Plaza Mar 2 Einkaufszentrum. Weiter geht’s in die Altstadt ins Santa Cruz Quartier,  wo wir fein essen. Kreuz und quer zur Tramstation am Meer und zurück nach Hause. Mittlerweile ist es wieder bedeckt und der Wind frischt auf, sodass wir nur noch kurz auf dem Balkon sitzen können.

 

Tag 21: Kleiner Hike bei den Lagunen La Rabasa

Per Tram und Bus gegangen wir zum Start des auf Komoot publizierten Rundgangs. Der Weg dorthin ist nicht gerade schön, teils kommen wir an illegal deponiertem Abfall vorbei. Und weil eine Fussgänger-Unterführung noch unter Wasser ist müssen wir einen Umweg machen. Die Nächste ist trocken und es hat sich gelohnt. Wir beschliessen aber, nicht mehr denselben Weg zurück zu gehen. Dank Google Maps finden wir einen Weg, der uns an einem anderen Ort zurück in die Zivilisation bringt und zur nächstgelegenen Bushaltestelle bringt. Im Zentrum finden wir ein feines italienisches Restaurant. Am Abend laufen wir zum Playa San Juan und essen ein sehr gutes Fischgericht im Restaurant Salitre. Bei milden Temperaturen und wenig Wind spazieren wir einem Abschnitt der Strandpromenade entlang zurück nach Hause.

Tag 22: Frühstück im Baker & Co.

Unser letzter Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück im nahe gelegenen Baker & Co.

Tag 23: Mit bis zu 300 km/h unterwegs

Ein paar Minuten vor 8 kommt eine Voice-Info dass das Taxi ankommt. Espresso- Doble, Zumo de Naranja y Croissant in einem der beiden Bahnhof Kaffees. Monika schreibt Tagebuch und wir lesen und schauen aus dem Fenster. In Madrid fahren wir mit dem Taxi von Charmatin zum Bahnhof Atocha. Unglaublich wie viele Taxis am Bahnhof warten. Gemäss Fahrer dauert die Wartezeit „mas o menos 1 hora“. Alles läuft planmässig und wir kommen kurz vor 20 Uhr in Montpellier an. 50 m schräg über die Strasse und wir sind im Hotel.

Tag 24: Warten und Fahren

Wir geniessen die Zeit bis zur Abfahrt um 11:29 im sonnigen Montpellier. Der Zug von Lyon nach Genf ist eine Rumpelkiste. Das nächste Mal versuche ich über Mulhouse zu fahren…