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Retter der Schweiz

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„KAPO WER?“ – Mit diesen Worten beginnt der Artikel – „Der Ausländer der die Schweiz rettete“ – von Markus Häfliger, publiziert am 6.2.2022 im Tages-Anzeiger.

Ioannis Kapodistrias (geboren 1776 in Korfu),  betritt am 15. November 1813 bei Schaffhausen erstmals „Schweizer“ Boden, vom Grossherzogtum Baden herkommend. Im Auftrag von Zar Alexander dem I. Korfu wurde zu jener Zeit vorübergehend unter russische Herrschaft gestellt.

„Erste Mission in der Schweiz: Beitrag zur Errichtung eines lebensfähigen und relativ unabhängigen Staats. Die Schweiz war damals tief gespalten und befand sich am Rande eines Bürgerkrieges.“ (Zitat der Homepage „Schweizerische Eidgenossenschaft – Schweiz und Griechenland“)

Markus Häfliger zitiert in seinem Artikel den Historiker Olivier Meuwly wie folgt: „Eine Blitzumfrage unter befreundeten Historikerinnen und Historikern ergibt ein verheerendes Resultat. Egal wo sie studiert haben, in Basel, Bern oder Zürich: Von Ioannis Kapodistrias hat keiner je gehört.“

„Im April 1814 schafft es der griechische Diplomat, in russischen Diensten, alle 19 Kantone an einem Tisch zu versammeln. Ein 16-monatiger Verhandlungsmarathon folgt, bis sie sich im September 1815 zu einem neuen Bundesvertrag (Vorläufer der heutigen Verfassung) einigen.“

In Lausanne Ouchy steht eine Büste mit Gedenktafel (erster Ehrenbürger des Kantons Waadt und  der Stadt Lausanne). Die Frage stellt sich: Wieso gab es für Ioannis Kapodistrias keinen Platz in den Geschichtsbüchern der deutschsprachigen Schweiz?

„Man kann sich sogar fragen, ob es die Schweiz ohne Ihn noch gäbe“, schreibt Bridget Dommen, Autorin eines der wenigen französischsprachigen Bücher über Kapodistrias. „Der deutschsprachige Bestand in der Nationalbibliothek: null.“ (zitiert und schreibt Markus Häfliger in seinem Artikel).

Fortsetzung folgt…